
3D begegnet uns heute an fast jeder Straßenecke. Was vor einigen Jahren noch bei millionenschweren Hollywoodblockbustern bestaunt wurde, hat sich längst klammheimlich in Printanzeigen, auf Großflächenplakate, in klassische Präsentations- und Werbemedien geschlichen.
Wie das so unbemerkt passieren konnte? 3D ist „nicht echt“, sieht aber verdammt echt aus. Und macht mit vergleichsweise geringem Aufwand – und damit geringen Kosten – schier Unmögliches möglich.
Seien es nun Produkte, Architektur, Technik oder Medizin – mit 3D-Grafiken und -Visualisierungen können komplexe Sachverhalte und Prozesse auch für Laien begreifbar gemacht werden. Auch wenn eine Idee bisher nur auf dem Papier oder nur im Kopf ihres Schöpfers existiert, kann aus ihr mittels 3D-Visualisierung im Computer ein real wirkender Prototyp, ein begehbarer Gebäudekomplex oder ein detailgetreuer Produktionsablauf erschaffen werden.
Damit sprengt 3D die Grenzen der Produktfotografie – unabhängig von Wetter- und Lichtverhältnissen, ohne Zickenterror am Set. Sie wollen Ihrem Kunden den technischen Ablauf Ihrer Maschine erklären, während diese im schwerelosen Raum schwebt und nur von einer in der Ferne explodierenden Supernova angestrahlt wird? Kein Problem! Aber versuchen Sie mal, diese Szene bei einem klassischen Fotografen in Auftrag zu geben.
In der klassischen Werbung verdrängt die 3D-Grafik langsam aber sicher die Produktfotografie. Das Rennen zwischen der Fotografie und der 3D-Grafik wird immer öfter zu Gunsten der 3D-Grafik entschieden und für die Darstellung von Prozessen, Produkten oder Bauteilen, die mit Kameras gar nicht abgelichtet werden können, ist 3D ohnehin die erste Wahl. Die fotorealistische Qualität der Bilder und ihre exakte Reproduzierbarkeit verunsichern inzwischen schon viele Fotografen. Für einen zweiten oder dritten „Shot“ muss das Studio nicht erst wieder hergerichtet, sondern nur ein Rechner hochgefahren werden. Meist existieren bereits CAD-Daten eines Produktes, die für eine Visualisierung aufbereitet werden können. 3D-Grafik kennt kein schlechtes Wetter und ist unabhängig von der Location.
Bei Präsentationen neuer Produkte beispielsweise kann die 3D-Grafik wertvolle Assistenzarbeit leisten: Komplexeste Sachverhalte und komplizierte technische Prozesse können mithilfe von Visualisierungen verständlich und unterhaltsam erklärt werden. Eine spannende Präsentation erspart Ihrem Publikum auch den enormen Kaffeekonsum, den eine Powerpoint-Präsentation normalerweise nach sich zieht.
Ihr Messeauftritt oder Event soll Eindruck hinterlassen. Schon im Vorfeld kann die 3D-Grafik bei der Planung und Konzeption eines Messestandes oder Veranstaltungsszenarios wichtige Hilfe leisten. Bei der Veranstaltung selbst ziehen animierte Hintergründe und Bühnenbilder, interaktive Präsentationen und großflächige Visualisierungen begeisterte Blicke auf sich. In diesem Rahmen wird auch die 3D-Echtzeitgrafik immer interessanter, die mit gigantischen Auflösungen und kurzfristiger Editierbarkeit überzeugt.
Aus Film und Fernsehen sind Computergrafiken kaum mehr wegzudenken. Und das Auge hat sich schon so sehr an den Mix aus Realität und Fiktion gewöhnt, dass es die 3D-Grafik als selbstverständlich real annimmt. Im Computer erschaffene Szenarien sind die Alternative zu kostensprengenden Realaufbauten.
In der Architektur kann die 3D-Grafik schon lange vor Baubeginn wichtige Überzeugungsarbeit bei der Gewinnung von Investoren leisten. Illustrationen und Visualisierungen können einen Entwurf in Broschüren oder Videos verdeutlichen. Durch eine 3D-Echtzeitanwendung wird das Szenario interaktiv begehbar – realitätsnah und ohne Barrieren.